Am Montag fand die erste Sitzung des neu eingeführten Schülerparlaments statt. Unsere Schulsozialarbeiterin, Fr. Mauel stellte den Klassensprecher_innen das neue Konzept, welches die Klassensprechertreffen ablöst, vor. Ab sofort finden immer am letzten Montag des Monats die Treffen des Schülerparlamentes unter der Leitung von Fr. Mauel und Fr. Ben Achour statt.

   Schülerparlament an der

     Matthias- Claudius- Schule

Konzept- Stand Dezember 2018

In der heutigen pädagogischen Arbeit ist die Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu einem zentralen Ziel geworden. So sollen die Kinder zu eigenständigen, sowie eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten herangezogen werden. Durch die Einführung eines Schülerparlaments möchte auch die Matthias Claudius Schule den Schülerinnen und Schülern eine weitere Beteiligungssituation anbieten, in denen sie mitbestimmen, mitwirken und teilhaben können.

Hierbei lernen sie demokratische Strukturen und deren Abläufe kennen, üben Position zu beziehen und vertreten ihre, als auch die Interessen sowie Wünsche ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und sind maßgeblich an Mitbestimmungsprozessen für ein soziales Miteinander im Schulalltag an der Matthias Claudius Schule beteiligt.

Das Schülerparlament setzt sich aus den Klassensprecher_innen und deren Vertretern sowie aus dem Schülersprecherteam zusammen. Die Amtsdauer beträgt ein Schuljahr. Unterstützt wird das Schülerparlament von der Schulleitung und einer Schulsozialarbeiterin.

Jeden 4. Montag im Monat findet eine Schülerparlamentssitzung statt. Die Kinder besprechen in den Sitzungen vorher festgelegte Anliegen, die aus der Schülerschaft kommen und das allgemeine Schulleben betreffen.

Die untenstehende Grafik zeigt die Kommunikationsstruktur, wie Themen von den einzelnen Kindern, aus den jeweiligen Klassen ins Schülerparlament gelangen.

Gemeinsam wird eine mögliche Problemlösung gesucht, darüber beratschlagt und per Mehrheitsbeschluss entschieden und Beschlüsse formuliert. Über die besprochenen Themen, Informationen und Meinungen sowie über gefasste Beschlüsse, informieren die Schülerparlamentsmitglieder wiederum ihre jeweiligen Klassen. In den ersten Klassen übernimmt dies die SV- Betreuerin/ SV- Betreuer.

Für eine produktive Sitzung ist es zum einen wie bereits im Klassenrat, nötig, verschiedene Rollen wie Präsident, Regel- und Zeitwächter zu besetzten und zum anderen einen festgelegten Ablaufplan für die Sitzungen aufzustellen.

1.     Einleitung

Ziel

Der Präsident/Präsidentin (Schülersprecher_in 1) eröffnet die Schülerparlamentssitzung und begrüßt die Mitglieder.

Der stellvertretende Präsident(Schülersprecher_in 2) liest das

Protokoll der letzten Sitzung vor.

Die Tagesordnungspunkte werden vorgetragen.

Begrüßung

Genehmigung des Protokolls

Vorstellung der Tagesordnung

2.       Arbeitsphase

 

Thematisierung des Anliegens

Was ist das Problem/ Anliegen?

Bild des IST- Zustandes einholen- Wissen alle worum es geht?!

Die Mitglieder konzentrieren sich auf das Problem/ Anliegen

Gemeinsames Bild erstellen

3.       Urteilsbildung

 

Meinungsäußerungsrunde

Suche nach Lösungsmöglichkeiten,

sich auf einen Lösungsweg einigen

Zielsetzung: gemeinsam zu einer Lösung zu finden

4.       Beschluss

 

Problemlöserunde

Formulierung von Beschlüssen und Abstimmungen

Verabredung

Verbindlicher Beschluss

5.       Reflexion/ Abschluss

 

Zusammenfassung:

Was wurde besprochen und beschlossen?

Was wurde erreicht?

Was muss im Klassenrat besprochen werden?

 

Fazit:

Mit der Einführung eines Schülerparlaments kann eine gute Verbindung zwischen dem Klassenrat und der Schule geschaffen und die schülerspezifischen Anliegen mit den Vorstellungen/ Werte auf erwachsener Ebene verknüpfen werden. Somit dient dieser regelmäßige Austausch mit allen am Schulleben Beteiligten dazu, die Schule als Lebensraum weiterzuentwickeln, so dass sich alle wohlfühlen und mit Freude in die Schule kommen.